Anders als in den Schulen, gibt es für die Kitas in Niedersachsen keine festen Lehrpläne. Aber es gibt einen Orientierungsplan, in dem verschiedene Bereiche festgelegt sind, die bei Kindern im Vorschulalter gefördert werden sollen. Dies sind Folgende:
1. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
2. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
3. Körper - Bewegung - Gesundheit
4. Sprache und Sprechen
5. Lebenspraktische Kompetenzen
6. Mathematisches Grundverständnis
7. Ästhetische Bildung
8. Natur und Lebenswelt
9. Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz
Wir haben uns überlegt, in jedem Monat einen dieser Bereiche zu bearbeiten und dazu passende Angebote anzubieten. Das Ganze passiert natürlich angepasst an unser Konzept “Per-Le”, sodass es passend zur jeweiligen Situation der Kinder zugeschnitten wird. Aufgrund unserer Beobachtungen entscheiden wir im Team, welches Thema angesagt ist, wo die aktuellen Interessen oder eventuelle Defizite liegen. Dabei spielen auch jahresabhängige Situationen durchaus eine Rolle, in der Weihnachtszeit lag es zum Beispiel nahe, den neunten Punkt, ethische und religiöse Fragen unter die Lupe zu nehmen. So erfuhren die Kinder, warum man überhaupt Weihnachten feiert, was es mit Maria und Josef auf sich hat und auch, dass dies nicht in allen Ländern der Welt gleich ist.
Bei der emotionalen Entwicklung und dem sozialen Lernen haben wir uns vor allem auf die Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls und die Ausbildung von Frustrationstoleranz konzentriert. Dies sind wichtige Kompetenzen, die Kinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben benötigen. Sich selbst zurückzunehmen haben wir zum Beispiel in Spielen geübt, bei denen sie nur gewinnen konnten, wenn sie als Team agierten. Und trotzdem mussten sie es aushalten, eben auch mal zu verlieren.
Lebenspraktische Kompetenzen vermittelten wir beispielsweise mit der gemeinsamen Zubereitung von Lebensmitteln, wozu natürlich auch das anschließende Aufräumen gehört.
Aktuell dreht sich bei uns alles um das Thema “Natur und Lebenswelt”, hier bestellen die Kinder mit uns den Garten und entdecken, wie aus kleinen Samenkörnern schlussendlich etwas Leckeres zum Essen wird.
Alle Bereiche greifen natürlich ineinander über und sind entsprechend der verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen angelegt. Wie immer haben die Rappelmaxis schon anspruchsvollere Aufgaben, während bei den Jüngeren Vieles ins Freispiel integriert wird.
Oktober 2025
Das neue Kindergartenjahr hat schon vor Längerem begonnen und die Zeit der Eingewöhnung ist in allen Gruppen abgeschlossen. Die neuen Familien sind gut angekommen, alle Kinder haben Beziehungen zu ihren Erzieherinnen und Erziehern geknüpft und neue Freundschaften wurden geschlossen oder alte gefestigt.
Die pädagogische Arbeit läuft natürlich auch weiter, vieles davon wird in unserer Kita mit Fotos und Texten in den Eingangsbereichen für die Familien präsentiert.
Hier nur ein kurzer Einblick.
Der Sommer stand unter dem Hauptthema "Wahrnehmung" und so gab es viel zu tun in Sachen hören, sehen, fühlen etc. Das Foto zeigt ein gutes Beispiel zu diesem Thema, auch wenn es jetzt schon herbslich ist. Wetter lässt sich für die Kinder am besten draußen fühlen, und Pfützen machen natürlich besonders viel Spaß. Wir sind (beinahe jeden Tag an der frischen Luft und verbinden dies auch mit unserem aktuellen Thema im Haus: "Bewegung".
Egal ob in der benachbarten Turnhalle, auf unserem Flur, im Garten oder unterwegs: Überall laufen passende Angebote.
Grundlage für diese Oberthemen ist der niedersächsische Bildungs- und Orientierungsplan, monatlich wechselnd werden wir an verschiedenen weiteren Bereichen daraus arbeiten, natürlich immer im Rahmen unseres PerLe-Konzeptes.
Mai 2025:
Bei uns herrscht gerade viel Aufregung.
In der Coronazeit kam die Idee auf, für drei bis vier Wochen die drei Kindergartengruppen altershomogen zu sortieren. Es waren also nicht Kinder von drei bis sechs Jahren zusammen, sondern sie wurden aufgeteilt in Rappelmaxis (Vorschulkinder), Halbrappelmaxis und Rappelminis. Durch das teiloffene Konzept hatten die Kinder gute Bindungen zu allen pädagogischen Fachkräften, dies stellte demnach kein Problem dar. Was aus der Not heraus entstand, um allen Altersgruppen adäquate Angebote zu ermöglichen, hat sich so gut bewährt, dass es seitdem fast jedes Jahr kurz vor dem Kiga-Jahresabschluss wieder durchgeführt wurde.
Dies ist aktuell auch wieder der Fall und seitdem jagt ein Highlight das andere.
Während die Minis die Zeit mit ganz vielen Spielen und Angeboten speziell für die Kleinen genießen (ohne von den Älteren gestört zu werden), geht es bei den Halbrappelmaxis schon “gelehriger” zu. Sie arbeiten zum Beispiel an einem Kartoffelprojekt und lernen alles von der Anzucht bis zum Essen. Beide Gruppen sind außerdem viel im Dorf unterwegs und erkunden die Spielplätze.
Die großen Rappelmaxis zieht es noch weiter weg. Neben vielen “Vorschularbeiten” sind sie zum Beispiel in der letzten Woche mit dem Linienbus nach Nienburg gefahren, um dem Polizeimuseum und den dortigen Spielplätzen einen Besuch abzustatten. Noch spannender war eine Fahrt nach Schweringen, um mit der Fähre zu fahren. Fährmann Dieter Andermann ließ die Kinder sogar ins Führerhaus schauen und sie durften wie echte Kapitäne auf seinem Platz sitzen. Dass es dann noch riesige Trecker, Schiffe und Bagger zu sehen gab, war zwar Zufall, machte den Tag aber noch interessanter. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle gab es dann auch noch Ziegen zum Streicheln und wie soll es anders sein: einen Spielplatz, der eindeutig der Schönste bisher entdeckte war.
Insgesamt ist den Erzieherinnen mehrfach aufgefallen, wie kinderfreundlich es in Schweringen war: die Autofahrer fuhren langsam in großem Bogen vorbei, Hühner wurden extra vor den Kindern gefüttert, damit sie sie anschauen konnten und die eine oder andere Süßigkeit wechselte auch den Besitzer (natürlich nach Absprache mit den Erzieherinnen).
Mittags waren alle Kinder zwar müde und kaputt, kamen aus dem Erzählen aber gar nicht mehr heraus. Was für ein schöner Tag - vielen Dank an alle Beteiligten.
Insgesamt ist dies eine super Vorbereitung auf das noch kommende Highlight des Jahres, dann nämlich fahren die großen Vorschulkinder mit ihren Erzieher/innen für drei Tage nach Verden zum Sachsenhain, fast schon so, wie richtig echte Schulkinder auf Klassenfahrt. Die Aufregung ist jetzt schon groß, es werden Packlisten besprochen, passende Shirts für unterwegs gestaltet und die Zimmer aufgeteilt.
Die Kinder sind im ganzen Haus mit Feuereifer bei der Sache und sich mit ihren Fachkräften einig:
So macht Kindergarten Spaß.
Im Moment ist viel los in unserem Haus, in allen Ecken wird gearbeitet wie verrückt ;-)
Zum Einen hat sich jede Kollegin und jeder Kollege ein Projekt für die kommende Zeit überlegt, einen Zeitstrahl dazu haben wir unten eingefügt. Die ersten Kinder konnten starten und so wurde schon zu klassischer Musik gemalt, über Gefühle gesprochen und fotografiert, eingekauft und geschnibbelt sowie im Garten Mosaiksteine verlegt.
Außerdem arbeiten wir an festen Tagen in der Woche mit alterssortierten Gruppen: Die großen Rappelmaxis freuen sich über ihr erstes "Schulbuch", das sie bearbeiten, und bereiten sich auch sonst mit Angebote für Große langsam auf die Schule vor.
Aber auch unsere mittleren Halbrappelmaxis wollten ein besonders Treffen, und so widmen sie sich aktuell einmal in der Woche der Kartoffel. Was erstamal gar nicht so spektakulär klingt, beeinhaltet eine Menge Aktivitäten: Kartoffeln einpflanzen und pflegen, Geschichten und Bastelarbeiten zu dem Thema usw.
Sogar unserere Jüngsten teilen sich ab und zu auf, um nur Dinge mit den Krippenmaxis bzw. Krippenminis zu bearbeiten.
Außerdem ist natürlich auch bald Ostern, auch hierfür wird es sicher noch das eine oder andere Angebot geben.
Fotos von all diesen Aktivitäten folgen bald :-)
14.11.2024
In den letzten Wochen sind wir dem grauen Novemberwetter mit viel Licht und positiver Aufregung entgegengetreten. Es begann schon vor einiger Zeit mit dem Basteln von verschiedenen Laternen und natürlich dem Einüben von passenden Liedern.
Die Krippies starteten dann mit einem gemütlichen, kleinen Laternenfest morgens im Haus. Sie frühstückten alle zusammen im abgedunkelten Schlafraum und ihre gebastelten Lichter sorgten für Party-Stimmung.
Für die Großen wurde es dann am letzten Freitag so richtig spannend. Abends im Dunkeln trafen wir uns erstmal zum Essen, um dann mit unseren Laternen in einem langen Zug zum Seniorenzentrum zu maschieren. Hier standen schon viele "Omas und Opas" (O-Ton der Kinder) an den Fenstern und auf den Balkonene und warteten auf uns. Die Kinder schmetterten aus vollem Hals alte und neue Laternenlieder, es war für alle ein tolles, emotionales Erlebnis.
Danach wurde einige Kinder von ihren Eltern abgeholt, während die mutigsten ihre Betten in der Kita bezogen. Ein bisschen Chaos gehört dazu, der eine andere Schlafanzug wurde vertauscht, Zahnbürsten gesucht und natürlich noch lange "heimlich" gequatscht.
Irgendwann schliefen aber endlich alle ein und wachten am nächsten Morgen stolz in ihren Gruppenräumen auf. Nach einem gemeinsamen Frühstück war auch diese aufregende Aktion zu Ende und wie immer sind wir uns einig: Das machen wir nochmal :-)
Unser aktuelles Projektthema beeinhaltet eigentlich sogar zwei Themen: Ernte und Dankbarkeit. Ersteres ist noch ganz einfach zu verstehen für die Kinder. Was wächst wo, was ist jetzt reif und was können wir sogar selbst irgendwo ernten? All das haben wir erst besprochen und haben uns dann auf den Weg gemacht und zum Beispiel Kartoffeln selbst ausbuddeln dürfen. Natürlich gab es passende Bastelarbeiten dazu, aber vor allem haben wir die Kartoffeln auch verwertet. Es war richtig spannend zu sehen, wie man daraus Kartoffelsalat, Chips oder auch Brot machen kann. Die weiteren Zutaten dafür haben wir mit den Rappelmaxis auf dem Wochenmarkt in Nienburg eingekauft.
Das andere Thema ist "Dankbarkeit" und das ist schon schwieriger. Was heißt das genau, welchen Menschen ist man dankbar und warum? Darüber haben wir in den letzten Wochen viele Gespräche geführt, wir gucken mal, was diese beiden Themen noch für uns bereithalten.
14.08.2024
Das neue Kitajahr ist erst zwei Wochen alt und schon sind die meisten Kinder gut in den Gruppen angekommen. Aktuell genießen wir das schöne Sommerwetter und sind viel draußen, natürlich mit Wasser. Außerdem basteln die Kinder Geburtstagsorden, bemalen Büchertaschen und spielen vor allem so viel wie möglich miteinander.
Wir freuen uns auf das kommende Jahr :-)